Kurz gesagt
• 165.000 Hektar geschützte Natur, als UNESCO-Biosphärenreservat eingestuft
• Kalkmassiv, Wälder, Garrigues, hochgelegene Dörfer, außergewöhnliche Fauna und Flora
• Über 70 Gemeinden im Park integriert, darunter Cavaillon, Manosque, Apt, Forcalquier
• Vielfältige Aktivitäten: Wandern, Mountainbiking, Reiten, Entdeckung des ländlichen Erbes
• Empfangszentrum in Apt mit Museum, geologischer Ausstellung und Erhaltungsgärten
Ein grandioses Gebiet, geformt von der Natur und der Zeit
Im Herzen der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur erstreckt sich der Regionale Naturpark Luberon über 165.000 Hektar und vereint eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften. Vom Luberon-Gebirge bis zu den Hügeln der Durance verbindet diese natürliche Enklave die Departements Vaucluse und Alpes-de-Haute-Provence. Auf einer Länge von 75 Kilometern wird das Massiv durch die Combe de Lourmarin geteilt und erreicht mit 1125 Metern am Mourre Nègre seinen höchsten Punkt.
Der Regionale Naturpark Luberon beherbergt ein Mosaik aus natürlichen Lebensräumen, die durch das mediterrane Klima und alpine Einflüsse geprägt sind. Die Vielfalt der Reliefs, Höhenlagen und Expositionen bietet einen außergewöhnlichen biologischen Reichtum, der die UNESCO-Klassifizierung voll und ganz rechtfertigt.

Seltene und kostbar bewahrte Ökosysteme
Wälder, Garrigues und lebendige Berge
In niedrigen Höhenlagen haben alte Ackerflächen Platz gemacht für eine typische spontane Vegetation: hohe Garrigue, immergrüne Eichen und Steineichen. Im Kleinen Luberon überrascht ein erstaunlicher Algerischer Zedernwald, der im 19. Jahrhundert gepflanzt wurde, mit seiner einzigartigen Stimmung.
Die Hänge des Lure-Gebirges im Nordosten des Parks beherbergen eine bergigere Vegetation mit Buche, Tannen und Kiefern. Hier nisten Arten wie der Auerhahn oder die Waldschnepfe, die im Rahmen des Biosphärenreservats geschützt sind.
Felsen für Raubvögel
Die kalkhaltigen Wände des Parks, geformt durch die Zeit, sind zum Rückzugsort für charismatische Raubvögel geworden. Königsadler, Schwarzgeier, Uhu und der Bonelli-Adler finden hier seltene Nistplätze in Europa. Diese Räume sind nicht starr, sondern zeugen von einem fragilen Gleichgewicht zwischen wilder Natur und menschlichen Traditionen.
Eine lebendige und bunte landwirtschaftliche Biodiversität
Felder im Patchwork-Stil
Die landwirtschaftlichen Flächen des Luberon zeichnen eine postkartenartige Landschaft: Weinreben, Wiesen, Weizen, Lavendel, Olivenbäume… Diese extensive Landwirtschaft fördert den Erhalt einer spezifischen Flora, die anderswo oft bedroht ist, und zieht eine reiche Fauna an, wie die Steinkauz, der Uhu oder das Wildkaninchen.
Feuchtgebiete: unauffällige Schätze
Obwohl sie nicht zahlreich sind, beherbergen die Feuchtgebiete des Parks eine bemerkenswerte Wasserfauna: Biber, Südliche Teichfrösche, Weißfußkrebs und der Schaufelfußfrosch, ein ebenso seltener wie ungewöhnlicher Amphibie.
Ein kulturelles und architektonisches Erbe, das tief verwurzelt ist
Hochgelegene Dörfer und pastorale Traditionen
Im Regionalen Naturpark Luberon spielt die Natur nicht die alleinige Rolle. Die Rolle des Menschen bei der Pflege dieser Landschaften ist untrennbar. Die Weidewirtschaft, die nach wie vor betrieben wird, prägt die Wiesen und erhält die Floradiversität. Die hochgelegenen Dörfer wie Bonnieux, Lourmarin oder Ménerbes verkörpern diesen jahrhundertealten Dialog zwischen Stein und Pflanze.
Emblematische Gemeinden, die man nicht verpassen sollte
• Cavaillon: bekannt für seine Melone und seine Kalkhügel
• Manosque: mit dem Turm des Mont d’Or und charmanten Gassen
• Apt: Hauptstadt des kandierten Obstes und idealer Ausgangspunkt zum Ockergebiet
• Forcalquier: auf einem Hügel gelegen, überragt von einer beeindruckenden Zitadelle
• La Tour-d’Aigues: bekannt für ihr Schloss und ihr südländisches Ambiente

Das Besucherzentrum in Apt: Ein unverzichtbarer Ausgangspunkt
Im Herzen der Altstadt von Apt empfängt das Haus des Regionalen Naturparks Luberon Besucher das ganze Jahr über. Dieses schöne Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert bietet:
- eine dauerausstellung über die natürlichen Lebensräume des Parks
- ein geologisches Museum mit Fossilien und charakteristischen Gesteinen
- praktische Informationen zu Wanderwegen, zu besuchenden Dörfern und anstehenden Veranstaltungen
Ein großes Naturerlebnis zu Fuß, mit dem MTB oder zu Pferd
Die markierten Wanderwege schlängeln sich durch waldreiche Hügel, kalziniertierte Kämme, landwirtschaftliche Täler und alte Dörfer. Die Touren sind für alle Niveaus geeignet, von Familienausflügen bis zu langen Überquerungen des Massivs. Sanfte Mobilität wird zu einer wahren sensorischen Erkundung.
Die Thomassine: Ein Garten der Vielfalt
Auf den Höhenlagen von Apt veranschaulicht das Domaine de la Thomassine die jahrhundertealte Verbindung zwischen Mensch und Natur. Seine Erhaltungshochstämme heben alte Sorten von kultivierten Pflanzen hervor, die an das lokale Klima angepasst sind. Die pädagogische Strecke beleuchtet die Intelligenz ländlicher Fertigkeiten und die genetische Vielfalt dieser Kulturen.
Warum der regionale Naturpark Luberon einzigartig ist
Der Regionale Naturpark Luberon verkörpert ein authentisches, lebendiges und entschlossen engagiertes Provence, das sich der Erhaltung seiner Landschaften widmet. Zwischen geschützte Fauna, charaktervolle Dörfer, seltene natürliche Lebensräume und lebendige ländliche Traditionen ist dieses Gebiet weit mehr als nur ein Ort zu besuchen: Es ist eine Welt zum Verstehen, Respektieren und Weitergeben.















